Aushub und Kellerbau
Unser Keller wurde auch durch die Fa. Schwörer gebaut - diese Leistung beinhaltete allerdings u.a. nicht den notwendigen Aushub (und Abfuhr), die Drainage etc. Auch die Bodenplatte wurde im Auftrag der Fa. Schwörer von einer lokalen Firma erstellt. Zur Vorbereitung dieser gemeinsamen Beauftragung wird von der Fa. Schwörer eine Ausschreibung durchgeführt - dabei wurden 10-15 Firmen in der näheren Umgebung zur Abgabe eines Angebots aufgefordert. Vorab wurden wir gebeteten ggfs. weitere Firmen zu nennen, die bei der Ausschreibung berücksichtigt werden sollten. Da wir selber über keine Erkenntnisse in diesem Bereich verfügten (wir bauten halt zum ersten und hoffentlich letzten Mal :-) ), haben wir einen Architekten nach dessen Erfahrungen befragt und auf sein Anraten hin zwei weitere Firmen in die Liste aufnehmen lassen.

Am 13.01.2006 hielten wir die eingereichten Angebote in der Hand - es haben sich insgesamt fünf Firmen an der Ausschreibung beteiligt. Von diesen Angeboten haben wir zwei sofort aussortiert. Die eine Firma hatte nur einen Bruchteil der Leistungen angeboten - und wir wollten nicht noch eine Firma suchen, die den verbliebenen Rest erfüllen könnte. Eine zweite Firma wurde aufgrund ihres Preises aussortiert - sie überschritt die Angebote der anderen drei Firmen um über 50% - und so eine Differenz konnten wir nicht akzeptieren. Die verbliebenen drei waren preislich relativ ähnlich, so dass wir uns am liebsten für den mit den besten Referenzen entscheiden wollten. Aus diesem Grund versuchten wir nun über Bekannte möglichst viele Erkenntsnisse über diese Firmen zu bekommen - damit wir uns auf dieser Basis entscheiden konnten.

Aufgrund der Erkenntnisse, die wir über die drei Firmen gewinnen konnten, waren dann zwei Firmen in der engeren Wahl. Bei Telefonaten mit den beiden Firmen machte eine Firma aber einen so lustlosen Eindruck (Zitat: "... die anderen machens auch Recht..."), so dass wir uns schliesslich für die Firma Walter Schmidt GmbH, Freiberg, entschieden haben.

Am 28.03.2006 erhielten wir den ersten Anruf von unserem Bauleitern Herrn Kaysser. Er wollte mit uns das erste Baustellengespräch terminieren - damit die Arbeiten auf unserem Grundstück bereits in der ersten Aprilwoche starten können. Leider ist dies aber nicht möglich, da die Erschliessungsarbeiten noch nicht abgeschlossen sind, so dass mit dem Bau nicht vor Anfang Mai begonnen werden konnte. Deshalb wurde auch das Baustellengespräch erstmal verschoben. Im Photoalbum ist unter der Rubrik "Grundstück" ein Bild vom Baugebiet vom 29.03.2006, das zeigt, warum wir den Startschuss noch verschieben mussten.

Die Erschliessungsarbeiten wurden dann am 12.05.2006 endlich abgeschlossen - nachdem dies ein paar Tage vorher klar war, wurde das erste Baustellengespräch auf den 11.05.2006 terminiert. An diesem Gespräch nahmen der Bauleiter Herr Kaysser, Herr Schmidt vom Aushubsunternehmen sowie der Architekt Herr Müller teil. Dabei wurde u.a. über die Verwendung des Erdreichs und über die Fundamente von Haus und Garage gesprochen sowie eine grobe Terminplanung bis zur Kellerlieferung vorgenommen. Alle Punkte wurden vom Bauleiter schriftlich zusammengefasst und uns zwei Tage später zugestellt.

Bei dem Gespräch empfahl uns der Architekt Müller, für die Elektroverkabelung im Keller bei dessen Aufbau Rohre und Kabel in die Decke und die Wände einzuziehen, bevor diese vergossen werden. Bei einem ein-tägigen Kellerbau würden dazu ca. 2-3 Stunden zur Verfügung stehen, besser wäre in diesem Fall allerdings ein zwei-tägiger Kellerbau, da man dann die Kabelverlegung "in Ruhe" am Abend durchführen könne. Wir baten den Bauleiter abzuklären, ob ein zwei-tägiger Kellerbau in unserm Falle möglich wäre und informierten uns u.a. bei einem anderen Schwörer-Kunden über den Ablauf und die weitere Vorgehensweise. In Kürze wollen wir uns entscheiden, ob wir diese schönere Art der Verkabelung realisieren wollen, oder ob wir aufgrund des zeitlichen Drucks bei der geplanten Aufputz-Verkabelung bleiben.

Am Ende des Gesprächs teilte uns der Bauleiter Herr Kaysser noch mit, dass er die Baustelle an seinen eigentlich zuständigen Kollegen Herrn Heinzelmann übergeben werde - er habe diese Tätigkeit nur vorrübergehend aufgrund dessen derzeitigen Überlastung übernommen. Wann die Übergabe erfolge stehe allerdings noch nicht fest, voraussichtlich bereits zum Kellerbau sei er nicht mehr zuständig.

Am 18.05.2006 war dann mit ein paar Tagen Verspätung wirklich Baubeginn - pünktlich um 7.00 Uhr stand der Bagger auf unserem Grundstück und begann mit dem Erdaushub. Den ganzen Tag wurde fleissig gebaggert und abgefahren, so daß am Abend bereits die Hälfte des Aushubs abgeschlossen war. Dabei kam, wie aufgrund des geologischen Gutachtens und der Erschliessungsarbeiten erwartet, ein sehr steiniger Boden zum Vorschein. Nachdem die Humusschicht aber dick genug aussieht, hoffen wir trotzdem auf einen schönen Garten.

Am selben Tag bekamen wir auch einen Brief von Schwörer, in dem uns der Termin (29.05.2006) für die Kellerlieferung mitgeteilt wurde. Damit es keine Schwierigkeiten auf der Baustelle mit anderen Bautrupps gibt, haben wir direkt unsere Nachbarn über diesen Termin informiert.

Nachdem die Fa. Hörmann, die den Erdaushub übernommen hat, sehr fleissig war, wurde dieser erste Bauabschnitt bereits 2 Tage später (an einem Samstag!) abgeschlossen. Da der Kanal sehr tief gelegen ist, war das entstandene Loch wesentlich größer, als von uns erwartet - und damit lagen auch die Kosten des Aushubs höher als geplant - vor Überaschungen ist man beim Bauen offensichtlich nie gefeit.

Am Montag, dem 22.05.2006, begann die Fa. Schmidt dann mit den Arbeiten an der Bodenplatte, die 2 Tage später gegossen wurde. Dazu wurde der Kontrollschacht vorbereitet und die Abwasseranschlüsse vom Kanal unter die spätere Bodenplatte verlegt. Diese wurden in Kies eingebettet. Da unser Keller als Weisse Wanne ausgeführt wird, wurden spezielle Durchführungen durch die Bodenplatte von der Fa. Wolf eingebaut. Am Mittwoch morgen wurde dann die Eisenträger für die Bodenplatte eingebaut und die Bodenplatte schliesslich nachmittags mit Beton vergossen. Damit stand der Kellerlieferung nichts mehr im Wege.

Am Mittwoch teilte uns Herr Kaysser auch noch mit, dass er der zuständige Bauleiter bliebe, aber leider beim Kellerbau aufgrund von Urlaub nicht zugegen sein könne. Den Kellerbau überwacht deshalb sein Kollege Herr Wolf.

Am Freitag, dem 26.05.2006, wurden wir von unseren neuen Nachbarn darauf aufmerksam gemacht, dass im Wohngebiet bereits ein Anhänger mit Kellerfertigteilen geparkt wäre - wie wir erfreut feststellen konnten, handelte es sich wirklich um die ersten Teile unseres Kellers!

Am Montag, dem 29.05.2006, begann dann pünktlich um 7.30 Uhr der Kellerbau mit der Anfahrt des Mobilkrans und der Anlieferung der weiteren Kellerwände. Nach einer kurzen Vorbereitung "flogen" gegen 8.30 Uhr die ersten Wandteile ein und wurden auf der Bodenplatte befestigt. Bereits um 9.00 Uhr war die halbe Aussenwand gestellt und verankert. Gegen 12.00 Uhr begannen die fleissigen Schwörer-Mitarbeiter dann mit dem Aufsetzen der Deckenelemente. Damit machte der Keller bereits um 12.30 Uhr einen fast fertigen Eindruck!

Während das Eisen auf der Kellerdecke verteilt wurde, begannen wir mit unserer Kellerelektrik. Wir hatten uns entschieden die komplette Verkabelung in der Kellerdecke vorzunehmen - auf den Wänden selber verlegen wir die weiteren Kabel auf Putz. Dank der Hilfe von drei Freunden (die sich damit im Gegensatz zu uns auskennen) und Thomas Vater konnten innerhalb von 2 1/2 Stunden mehr als 200 m Kabel verlegt werden und mit Kabelbindern an den Eisengestängen gesichert werden. Die Kabelenden haben wir vorerst einfach in den Keller hängen lassen. Besonders geschickt war dabei, dass in der Kellerdecke der Durchlass für die Kabel zum Einführen in den Sicherungskasten bereits vorhanden war und nur mit Styropor abgedeckt war.

Am nächsten Tag wurden die Kellerwände und die Decke mit Hilfe eines Betonpumpers dann vergossen. Dabei kam es leider zu kurzen Verzögerungen, da ein Verdünnungsmittel für den Beton gefehlt hat - deshalb konnten wir selber keine Bilder mehr vor unserem eigenen Arbeitsbeginn machen. Dies wurde dann später dankbarerweise von Thomas' Vater übernommen. Neben dem Vergiessen wurde die Lichtschächte und die Regenrinnen montiert. Gegen Mittag waren auch diese Arbeiten abgeschlossen und der Keller-Bautrupp verabschiedete sich, nachdem den Keller mit einer Folie abgedeckt war, zur nächsten Baustelle. Nachdem zwei Tage später auch die Trennfugen zwischen den Wänden verfugt waren, begann die ca. 6 wöchige Ruhe- und Trockenphase.

Leider kam Herr Wolf als Vertreter unseres Bauleiters Herrn Kaysser aufgrund von vielen Abnahmen leider auch nicht dazu unsere Baustelle zu besichtigen - diese Aufgabe wurde deshalb von einem Herrn Fritz übernommen. Er hat keine Mängel festgestellt.

Am Pfingstsonntag haben wir dann gemeinsam mit einem befreundeten Architekten den Keller noch einmal genauer begutachtet. Dabei haben wir nur kleine Auffälligkeiten bemerkt. Dazu gehört, dass ein Abwasserablauf für die Waschmaschine teilweise von einer Kellerwand zugedeckt wird und der Abwasserablauf für die geplante Dusche ist von der Bodenplatte komplett zugedeckt. Wir haben Herrn Kaysser als zuständigen Bauleiter darüber informiert und gehen davon aus, dass diese Mängel durch Schwörer behoben werden. Dies wurde uns auch kurze Zeit später durch unseren Bauleiter bei einem Vor-Ort-Termin bestätigt.

Kurz nachdem der Aushub erfolgt war, bekamen wir auch die erste Rechnung vom Bauunternehmen Schmidt - von deren Höhe wir erstmal geschockt waren, da sie wesentlich höher ausfiel als von uns erwartet. Der Grund hierfür war auf der einen Seite, dass wesentlich mehr ausgehoben wurde als von Schwörer in der Ausschreibung angenommen (was zum grossen Teil an dem sehr tief gelegenen Kanal liegt). Auf der anderen Seite war der Boden entgegen den Erwartungen - begründet durch das Bodengutachten - doch so steinig war, daß er in die Bodenklasse 6 einklassifiziert wurde. Damit wurde uns mal wieder gezeigt, dass die Baukosten im vorhinein nicht wirklich zu 100% kalkuliert werden können - deshalb sind wir auch froh, dass wir unseren Finanzbedarf eher großzügig abgeschätzt haben und jetzt nicht bereits an die Nachfinanzierung denken müssen.

Nachdem auf der Baustelle eine ganze Weile Ruhe war, kam am 28.06.2006 wieder Leben in die Bude - die Fa. Schmidt begann mit dem Anfüllen des Arbeitsraums. Zwischendurch hat auch noch der Wassermeister der Stadt Remseck den Wasseranschluss ins Haus verlegt und im Keller einen Bauwasseranschluß montiert.

Da auch die EnBW in der ersten Juli-Woche den Strom-, Telefon- und Kabelanschluß ins Haus gelegt hatte und die Fa. Schmidt das Fundament für die Garage gelegt hatte, waren gerade rechtzeitig alle Voraussetzungen für die Hauslieferung am 12.07.2006 erfüllt.