Bemusterung
Auf dieser Seite schildern wir unsere Erfahrungen vor und während der Bemusterung.

Zur Vorbereitung unserer Bemusterung haben wir nochmals mit unserem Bauberater Tilo Deeg abgeklärt, welchen Umfang unsere Beauftragung bereits beinhaltet. Dabei fiel leider auf, dass ein paar zusätzlich gewünschte Ausstattungsmerkmale zwar zu einem früheren Zeitpunkt besprochen, beim Angebot zum Vertrag jedoch nicht berücksichtigt worden waren. Da dies von beiden Seiten bei Vertragsabschluß nicht bemerkt wurde, hat uns Herr Deeg danach eine akzeptable Lösung angeboten. Auch wenn wir zuerst natürlich nicht glücklich darüber waren, dass wir bei der Angebotsphase das Angebot nicht ausreichend genug geprüft und hinterfragt haben waren wir doch sehr zufrieden, dass Herr Deeg und die Fa. Schwörer eine Lösung gefunden haben, die uns sogar etwas besser stellt.

Im Februar 2006 hielten wir die abschliessenden Pläne des Architekturbüros Müller in den Händen - in diesen waren z.B. erstmalig auch Heizkörper eingezeichnet und der Heizraum komplett neu aufgeteilt. Bei genauer Prüfung fielen uns dabei noch ein paar Kleinigkeiten auf, die noch zu korrigieren waren. Z.B. haben wir festgestellt, dass wir in dieser Form keinen Spiegel im WC unterbringen konnten. Nachdem diese letzten kleinen Korrekturen in unseren Grundrissen eingearbeitet waren, haben wir diese endgültig akzeptiert. Kurz darauf haben wir dann mit Herrn Schneider von der Schwörer Terminplanung einen Termin für unsere Bemusterung angesetzt: am 5. und 6. April 2006 durften wir die letzten Feinheiten unseres Hauses raussuchen.

Zur Vorbereitung der Bemusterung haben wir angefangen, unsere Räume zeichnerisch einzurichten - dabei haben wir wiederum das Programm 3D Traumhaus Designer von Data Becker genutzt, um auch einen visuellen Eindruck unserer Planung zu bekommen. Nachdem dies geschehen war, haben wir den Standort und die Anzahl von Lichtschaltern und Steckdosen geplant. Um bei den Multimedia-Dosen wie Netzwerk, Telefon und Fernseh und Radio flexibler zu sein, haben wir uns die Lösung der Fa. Homeway genauer angesehen - allerdings wurde uns die Lösung dann doch zu teuer, so dass wir uns auf eine Verkabelung mit CAT 7 Kabeln beschränkt haben. Damit lassen sich neben Netzwerk auch Telefone problemlos nutzen. Da wir ausserdem davon ausgehen, dass in Zukunft auch Fernsehdienste problemlos über IP-basierte Verbindungen abgewickelt werden können, erwarten wir hiervon keine Einschränkung.

Am 05. und 06. April fand dann unsere Bemusterung in der Schwörer-Zentrale statt - nachdem wir bereits in der Planungs- und Angebotsphase zur Vorbemusterung dort waren, konnten wir uns schon in etwa vorstellen, was auf uns zukommt. Die Kinder hatten wir dankbarerweise bei Oma und Opa untergebracht. Um ausgeruht in die Bemusterung zu starten, hatten wir uns entschieden, bereits einen Tag früher anzureisen. Die Übernachtungen im Hotel konnten dabei mit einem grosszügigen Gutschein der Fa. Schwörer beglichen werden - auch ein Teil der Verpflegung im Hotel war damit abgedeckt! Leider hat sich Thomas in der Nacht vor dem Bemusterungsbeginn mit Magen-Darm-Problemen beschäftigt - auf Details verzichten wir ausnahmsweise - so dass wir doch nicht optimal ausgeruht mit der Bemusterung starten konnten.

Am Morgen des 05. Aprils fing es in Hohenstein-Oberstetten an zu schneien und es war ca. 10° C kälter als am Vortag. Um 8:30 Uhr wurden wir dann von unserem Bemusterer Herrn Krohmer begrüsst. Nach einem kurzen Überblick ging es gleich los mit den ersten Entscheidungen zum Thema Dach - z.B. Ziegelfarbe, Einbau von "Schneebremsen", Sturmschutz etc. Im weiteren Verlauf des Morgens ging es um alles rund ums Fenster, die Eingangstüre und die Aussenfassade. Nach dem Mittagessen im Schwörer eigenen Restaurant ging es direkt weiter mit dem Standort der Heizkörper sowie der Planung von Bad und Gäste-WC. Anschliessend haben wir trotz stärker werdender Migräne von Micha noch die Wand- und Bodenfliesen für beide Räume sowie die Bodenfliesen für Küche und Diele rausgesucht. Auch die beiden Treppen wurden noch festgelegt.

Am zweiten Tag der Bemusterung fielen zuerst die Entscheidungen zu den weiteren Bodenbelägen (Teppiche und Parkett). Da die Auswahl an Tapeten relativ gering ist - zur Auswahl stehen nur zwei verschiedene Raufasertapeten sowie eine Vliestapete - haben wir uns entschieden, diese selber zu besorgen - sie werden dann von dem Maler der Fa. Schwörer trotzdem tapeziert und gestrichen. Nachdem mit Auswahl der Türen und der damit verbunden Abschlussleisten die Innenausstattung komplett war, ging es abschliessend um die gesamte Elektrik - die Standorte von Lichtauslässen, Steckdosen und Netzwerkkabeln im EG und DG wurden festgelegt. Bei den Elektroinstallationen im Keller wurde schnell klar, dass diese bei Schwörer so teuer sind (weil sie wahrscheinlich nicht richtig in die normalen Arbeitsabläufe integrierbar sind), dass wir uns dazu entschlossen, dies in Eigenregie zu übernehmen. Nachdem wir uns schliesslich noch um die Garage gekümmert hatten, waren wir gegen 15.00 Uhr am Ende von vielen Entscheidungen angekommen. Danach machten wir uns auf dem Heimweg, um Marcel und Caroline wieder in die Arme zu nehmen.

Bei allen Entscheidungen während der Bemusterung hat uns Herr Krohmer ganz ruhig und sachlich beraten und unterstützt. Bei ihm möchten wir uns auf diesem Wege noch einmal bedanken. Besonders positiv möchten wir erwähnen, dass er uns nie zu aufpreispflichtigen Extras drängen wollte - und bei einer Bemusterung kann man sehr viel Geld liegen lassen! Wir haben das Budget, das wir uns für die Bemusterung bereitgestellt hatten, zwar komplett ausgenutzt - haben uns dabei aber nicht jeden Wunsch erfüllt, den wir insgeheim hatten. Beispielsweise wurde die elektrische Fussbodenheizung im Bad aufgrund ihres Preises geopfert.

Im Rückblick auf unsere Bemusterung halten wir noch folgende Dinge für erwähnenswert:
  • wie wir es schon nach der Vorbemusterung erwartet hatten, sind wir bei vielen Sachen mit dem Standard ausgekommen (z.B. bei den Treppen, den Fenstern inkl. Fenstersimsen, zum grossen Teil auch bei den Fliesen). Die Aufpreise bei Fliesen und Teppich sind aber i.A. ganz human, z.B. haben wir für Teppich einen Aufpreis von € 3.-/m^2 bezahlt. Dies erscheint uns durchaus akzeptabel, wobei es auch Teppiche und Fliesen mit deutlich höhren Aufpreisen gibt!
  • Bei der Lüftungsanlage ist eine Abhängung der Decken für die Durchführung der Rohre notwendig - dadurch hat man immerhin 26cm weniger lichte Höhe in den betroffenen Räumen! In unserem Fall betrifft dies nur den Flur im EG und ist deshalb nicht so wichtig. Allerdings hätten wir uns besser gefühlt, wenn man uns vorab darüber informiert hätte.
  • Bei den Steckdosen gibt es deutliche Preisunterschiede, ob eine Steckdose an einen geplanten Steckdosen-Standort hinzugefügt wird oder ob Steckdosen an neuen Standorten entstehen. Das wussten wir bei unserer Planung vorher nicht und hatten deshalb mit relativ grossen Aufpreisen gerechnet. Da die Anzahl der Standorte bei Schwörer aber bereits relativ grosszuegig ist, haben wir deshalb bei den Elektroinstallationen keine riesen Summe mehr ausgeben müssen, obwohl wir so ca. 30-40 Steckdosen mehr haben als von Schwörer eingeplant waren.
  • Bei der Bemusterung wurden wir mit der Tatsache konfrontiert, dass Fensterausführungen im Angebot nicht so berechnet wurden wie sie mündlich vereinbart waren. Diese Tatsache konnte durch ein kurzes Telefonat mit unserem Bauberater Herrn Deeg bereinigt werden - dieser übernahm die Verantwortung, so dass für uns kein Aufpreis entstand.
Ca. 2 Wochen nach der Bemusterung hielten wir das Bemusterungsprotokoll in den Händen - ein ca. 45 seitiges Dokument, in dem alle Entscheidungen, die wir während der Bemusterung getroffen haben, schriftlich aufgeführt sind. Es listet auch alle Einzelpreise der gewählten Extras auf - sowie den damit verbundenen Hausendpreis. Das gesamte Bemusterungsprotokoll haben wir sehr gründlich durchgesehen - und dabei fielen uns auch kleine Unstimmigkeiten auf, die kurzfristig korrigiert wurden. Daneben haben wir noch die letzte Chance zu einer kleinen Aufbemusterung genutzt - nach Unterschrift unter das Bemusterungsprotokoll sind laut Schwörer-Angaben keine weiteren Änderungen an unserem Auftrag mehr möglich.

Bei dem Bemusterungsprotokoll lag auch noch ein Fliesenverlegeplan bei - dieser enthält Vorschläge für die Positionierung der gewünschten Dekorfliesen. Bei uns hat der Vorschlag sehr gut unsere Vorstellungen getroffen - nur eine einzige Fliese haben wir um eine Fliesenposition verschoben. Damit man einen Eindruck bekommen kann, wie so ein Plan aussieht, haben wir im Bemusterungs-Photoalbum ein Beispiel für den Fliesenverlegeplan abgelegt.

Zeitgleich mit dem Bemusterungsprotokoll bekamen wir auch von die Vorlage der Finanzierungsbestätigung, die von der finanzierenden Bank auszufüllen ist. Damit steht dem eigentlichen Bauvorhaben nichts mehr im Wege!

Einige Wochen später wurden wir dann mit der Meldung überrascht, dass einer der Teppiche, die wir während der Bemusterung rausgesucht hatten, nicht mehr gefertigt würde. Dem Schreiben lag eine Auswahl von Teppichen bei, die dem gewählten Teppich sehr ähnlich war. Dabei fiel uns auf, dass diese Teppiche einen Textilrücken hatten - unser Erinnerung nach hatte der rausgesuchte Teppich aber einen Vliesrücken. Herr Krohmer wiedersprach unserer Aussage, schickte aber trotzdem noch eine weitere Auswahl an Teppichen mit Vliesrücken. Leider waren diese farblich nicht ganz nach unserem Geschmack. Aus diesem Grund vereinbarten wir mit Herrn Krohmer einen weiteren Termin. 2 Tage bevor unser Haus geliefert wurde, fuhren wir deshalb noch einmal in die Schwörer Zentrale. Nachdem wir uns durch das Angebot an Teppichen durchgewühlt hatten, entschlossen wir uns dann doch zu einem Teppich mit Textilrücken, der uns von Herrn Krohmer in der ersten Auswahl zugeschickt wurde - damit hätten wir uns die Fahrerei natürlich sparen können, aber wir hatten immerhin das gute Gefühl, doch den richtigen Teppich ausgesucht zu haben.